Depression


Eine depressive Erkrankung (Depression) kann unterschiedlich schwer ausgeprägt sein und wird von einer „depressiven Verstimmung“ abgegrenzt.

Häufige Symptome einer depressiven Störung sind anhaltende gedrückte Stimmung, Schwunglosigkeit, sozialer Rückzug, das Nachlassen von Interesse sowie eine Konzentrationsminderung. Auch eine Unfähigkeit, Freude (oder auch Trauer) empfinden zu können, eine schnelle Erschöpfbarkeit, Schlaf-, Appetit- und Libidostörung sowie ein reduziertes Selbstwertgefühl bis hin zu Selbstmordgedanken können auftreten. Das Krankheitsbild kann individuell sehr unterschiedlich aussehen. So kann bei dem einen eine Antriebsminderung im Vordergrund stehen, bei einem anderen eine vermehrte äußerliche Unruhe oder körperliche Beschwerden.

Die Ursachen einer depressiven Episode sind vielfältig und meistens wirken mehrere Faktoren zusammen, die zu neurobiologischen Veränderungen im Gehirnstoffwechsel führen. Neben Belastungsreaktionen (Trauer, Enttäuschung, Krankheit, chronische Belastung, Lebensveränderung, schwere Erlebnisse) können organische Veränderungen (Schlaganfall, Parkinsonerkrankung, Virusinfektionen, Hormonveränderungen, Schilddrüsenfehlfunktion, Medikamente) zu depressiven Symptomen führen. Sowohl Persönlichkeitsfaktoren als auch genetische Faktoren spielen eine Rolle, ebenso sind jahreszeitlich abhängige Verstärkungen möglich. Nicht immer lassen sich Ursachen finden.

Zum Ausschluss körperlicher Ursachen ist eine internistische Untersuchung unerlässlich, diese wird häufig bereits vor einem neurologisch-psychiatrischen Termin durchgeführt. Unsererseits sind eine Erhebung der Krankheitsgeschichte sowie die psychiatrische und neurologische Untersuchung notwendig. Gegebenenfalls führen wir eine EEG-Untersuchung durch und veranlassen eine Computertomographie oder Kernspintomographie. Lassen sich Ursachen feststellen, wird man versuchen, diese Ursachen wenn möglich zu beseitigen bzw. zu behandeln.

Vorrangig und unerlässlich ist jedoch die Behandlung der depressiven Symptomatik.

Insbesondere bei der Behandlung einer mittel- bis schwergradigen Symptomatik nehmen neben der Aufklärung über die Erkrankung Psychopharmaka einen großen Stellenwert ein. Mittlerweile stehen uns zahlreiche moderne Medikamente mit verschiedenen Wirkungs- und Nebenwirkungsprofilen zur Verfügung, die fachärztlich individuell eingesetzt, überprüft und begleitet werden sollten. Je nach Krankheitsvorgeschichte, Ansprechen der Medikation, Verträglichkeit und dem Risiko einer Wiedererkrankung wird auch die Einnahmedauer individuell empfohlen. 

In einer Psychotherapeutischen Behandlung erfolgt Therapie mit psychischen Mitteln. Anerkannt und von den Krankenkassen übernommen werden nach Antragsverfahren die Methoden Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie und Analytische Psychotherapie. Eine Indikation für eine psychotherapeutische Behandlung wird individuell gestellt, ebenso die Empfehlung einer bestimmten Methode.

Psychiatrische stationäre und teilstationäre sowie psychosomatische/psychotherapeutische stationäre Behandlungskonzepte ergänzen die Möglichkeiten einer umfassenden antidepressiven Behandlung, hier werden im Rahmen eines multimodalen Ansatzes häufig auch „Co-Therapien“ wie Musik-/Ergo-/Kunst-/Sporttherapie eingesetzt.


Links:

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neurotransconcept.com//indications/?i=DEP



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